Es gibt Kameras, die man testet. Und es gibt Kameras, auf die man jahrelang wartet.
Die Sony RX1R II hat mich viele Jahre begleitet. Ich habe sie bei vielen Fotojobs als einzige Kamera eingesetzt, unzählige Streetfotos gemacht und in meinem umfangreichen Langzeitreview darüber geschrieben, dass ich sie jederzeit wieder kaufen würde. Das ist mittlerweile sechs Jahre her.
Die RX1r Mark II, mit ausgefahrenem Sucher.
Die Mark III sieht auf den ersten Blick aus wie eine typische RX1.
Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, das Sony einen Nachfolger veröffentlichen wird, als bekannt wurde, das man die Produktion der Mark II einstellte, ohne einer ankündigung das man beabsichtigt, einen Nachfolger herauszubringen. Als Sony nun vor ziemlich genau einem Jahr überraschend die RX1R III vorgestellt hat, war meine erste Reaktion Euphorie. Nach ein paar Tagen kam dann die Skepsis: kein Klappdisplay mehr? Das gleiche Objektiv? Zu teuer? Kein Bildstabilisator? Oder genau die Kamera, auf die ich eigentlich die ganze Zeit gewartet habe? Wie immer gibts bei mir keine Testcharts oder Blendenreihen, mir geht es hier darum, euch zu zeigen welche Art von Bildern mit dieser Kamera möglich ist, und was eventuell nicht gut funktioniert. Wo fördert die kamera die Motivation und die kreativität, und wo versagt sie.
Möglich wurde dieser Praxistest durch meinen guten Freund und Fotografen Ralf Scherer, der mir seine RX1R III für einige Wochen überlassen hat. Dadurch hatte ich genügend Zeit, die Kamera nicht nur auszuprobieren, sondern sie unter ganz unterschiedlichen Bedingungen intensiv zu nutzen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.
Nach mehreren Wochen mit der Kamera kann ich sagen: Die RX1R III ist in vielerlei Hinsicht genau das geworden, was ich mir erhofft hatte. Gleichzeitig gibt es aber auch Dinge, über die man vor dem Kauf unbedingt sprechen sollte.
Schon die erste RX1 hat mich damals optisch sofort begeistert. Und auch die RX1R III bleibt dieser Designsprache treu. Die Kamera wirkt zurückhaltend, fast schon unscheinbar. Mir gefällt, dass Sony dem ursprünglichen Konzept treu geblieben ist. Sie verschwindet problemlos in einer kleinen Tasche, zieht kaum Aufmerksamkeit auf sich und lädt gerade dadurch dazu ein, sie überallhin mitzunehmen.
Kleine Details wurden dennoch modernisiert. Das Material vom Griff hat eine neue Struktur, fällt etwas ausgeprägter aus und verbessert die Ergonomie spürbar, ohne den kompakten Charakter der Kamera zu verändern. Die Bedienräder auf der Oberseite wurden so verbaut, das sie nun flach im Gehäuse verschwinden, Dadurch wirkt die Oberseite nicht mehr so zerklüftet wie bei den Vorgängern. Der Wahlschalter für den Af-Modus wurde weggelassen. Den habe ich sowieso nie benötigt, da ich schon immer nur im AF-C Modus Fotografiere.
Auf der Rückseite befindet sich nun ein fest verbauter Sucher, bei den beiden Vorgängern war dieser noch versenkbar.
Die Qualität ist nun deutlich besser und für mich als Brillenträger auch sehr gut verwendbar. Ich würde ihn mit im Bezug auf die Größe des Sichtfeldes, Helligkeit und Auflösung einem Sucher der Sony A7cII oder einer A6700 vergleichen.
Das Menü gleicht dem der Kameras der Alpha Serie. Für mich als Besitzer eine A7cII bedeutet das: keine umgewöhnung oder Fragezeichen bei der Bedienung. Super!
Auch das Buttonlayout ist gleich geblieben. Die Tasten haben einen etwas besseren Druckpunkt, vor allem beim Drehrad fällt das positiv auf und sorgt für ein sehr wertiges Gefühl.
Street, Candid und ungeplante Porträts
Gerade bei Streetphotography und Street-Porträts spielt die Größe der Kamera für mich eine entscheidende Rolle. Nicht, weil eine große Kamera keine guten Bilder machen würde, sondern weil sich Menschen anders verhalten, wenn sie merken, dass sie fotografiert werden. Mit der RX1R III werde ich deutlich weniger wahrgenommen. Sie sieht nicht nach einer großen professionellen Kamera aus und wirkt dadurch wesentlich weniger einschüchternd. Das ermöglicht mir, näher am Geschehen zu sein, ohne dass die Situation sofort kippt. Besonders bei candid Aufnahmen ist das ein großer Vorteil. Ich kann mich in einer Szene bewegen, beobachten und auf den richtigen Moment warten, ohne permanent im Mittelpunkt zu stehen. Ich fühle mich dadurch einfach unsichtbar.
Und wenn ich Menschen gezielt für ein Porträt anspreche, hilft die kompakte Erscheinung ebenfalls. Eine kleine Kamera wirkt weniger distanziert und schafft eine ganz andere Nähe als ein großes Kameragehäuse mit einem langen Objektiv. Gerade bei spontanen Porträts möchte ich nicht das Gefühl vermitteln, hier kommt jetzt ein Fotograf und macht ein „professionelles Shooting“. Ich möchte die Begegnung möglichst unkompliziert halten.
Dazu kommt die feste 35-mm-Brennweite. Sie zwingt mich, mich zu bewegen und mit meinem Motiv in Beziehung zu treten. Für meine Art der Street- und Reportagefotografie ist das ideal: nah genug, um die Person wirklich in ihre Umgebung einzubetten, aber weit genug, um noch etwas von der Geschichte rundherum zu erzählen.
Der größte Vorteil: Sie ist immer dabei
Eine der größten Stärken der RX1R-Serie war für mich schon immer ihre Größe. Und damit meine ich nicht nur, dass sie klein ist. Der entscheidende Vorteil ist, dass man sie tatsächlich mitnimmt.
Eine große Kamera nimmt man nicht einfach mal eben mit. Man überlegt vorher, ob man sie heute wirklich braucht. Die RX1R III kann dagegen einfach in die Tasche. Beim Spaziergang, beim Essen, auf Reisen oder eigentlich überall dort, wo man nicht bewusst zum Fotografieren unterwegs ist. Und genau dann entstehen oft die Bilder, mit denen man vorher überhaupt nicht gerechnet hat. Dazu kommt die Unauffälligkeit. Eine kleine Kamera wirkt auf Menschen völlig anders als eine große Systemkamera mit einem 70-200er. Man wird weniger als Fotograf wahrgenommen und kann sich leichter in eine Situation hineinbewegen. Gerade bei Street- und Reportagefotografie ist das für mich ein enormer Vorteil. Ich habe schon bei der RX1R II gemerkt, dass ich mit einer kleinen Kamera anders fotografiere. Ich bewege mich anders, komme näher heran und bin schneller bereit, einfach auszulösen. Die Beschränkung auf 35 mm hilft dabei zusätzlich: Kein Objektivwechsel, kein Überlegen, welche Brennweite jetzt die richtige wäre. Die Kamera bzw die Brennweite ist FIX und ich muss mit dem arbeiten, was sie mir gibt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich die RX1-Serie trotz aller anderen Kameras nie ganz vergessen habe. Nicht weil sie technisch immer die beste Kamera war, sondern weil sie mich dazu gebracht hat, mehr und unauffälliger zu fotografieren, und dabei keinerlei kompromisse bei der Bildqualität eingehen zu müssen.
Auch bei der Gassirunde nehme ich die Kamera immer mit, manchmal kann ich ein paar spontane Portraits von unseren Begegnungen mit anderen Hunden machen. Die Ergebnisse drucke ich dann mit meinem Fine Art Printer auf PhotoRag Papier aus, und nehme die Fotos dann in meine Fototasche. Bei der nächsten Begegnung kann ich dann gleich ein kleines Geschenk überreichen. Das ist einfach Großartig.
Die Kamera lädt zu spontanen Alltagsdokumentationen ein. Dadurch das sie so kompakt ist, habe ich sie immer mit dabei. Nach wie vor ist die RX1rIII die kleinste und leichteste Vollformatkamera auf dem Markt. Die Q Serie von Leica ist deutlich größer, die Konkurrenten von Fuji und Ricoh besitzen einen kleineren Bildsensor im APSC Format.
Klein genug für die Tasche, professionell genug für den Job
Der vielleicht größte Vorteil der RX1R III ist für mich aber eine Kombination, die man bei kompakten Kameras nicht unbedingt erwartet: Sie ist klein und unauffällig und trotzdem ein absolut zuverlässiges Profiwerkzeug.
Ich habe die Kamera nicht nur auf Spaziergängen oder auf Reisen ausprobiert, sondern sie tatsächlich bei einer bezahlten Ganztags-Hochzeitsreportage eingesetzt. Vom Getting Ready bis zur Party war die RX1R III dabei und musste genau das leisten, was ich auch von meinen größeren Kameras erwarte: zuverlässig fokussieren, schnell reagieren und in jeder Situation hochwertige Bilder liefern.
Und genau das hat sie getan. Dabei wird ihre geringe Größe plötzlich zu einem echten professionellen Vorteil. Bei einer Hochzeit bin ich viele Stunden unterwegs und möchte mich nicht permanent mit schwerem Equipment belasten. Gleichzeitig möchte ich möglichst unauffällig arbeiten und nicht ständig mit einer großen Kamera vor dem Gesicht zwischen den Menschen stehen. Die RX1R III verschwindet dagegen fast in der Hand. Sie wird von den Gästen deutlich weniger wahrgenommen und ermöglicht mir dadurch eine sehr natürliche Art zu fotografieren. Gerade während der Reportage kann ich mich mitten ins Geschehen bewegen, ohne dass die Kamera selbst zum Mittelpunkt wird. Natürlich ersetzt sie für mich nicht jede Kamera mit Wechselobjektiven. Mit 35 mm bin ich auf eine Brennweite festgelegt. Aber genau diese Einschränkung empfinde ich bei einer Reportage häufig sogar als Vorteil. Ich muss nicht überlegen, welches Objektiv ich jetzt montiere, sondern konzentriere mich auf den Moment.
Bildergalerie
Negatives
So überzeugend die RX1R III im Alltag auch ist, ganz ohne Kompromisse kommt auch sie nicht aus. Einige davon sind für mich durchaus relevant.
Das fehlende Klappdisplay ist für mich der größte Kritikpunkt. Gerade bei einer Kamera, die sich so gut für Street- und Reportagefotografie eignet, war es keine gute Idee von Sony, darauf zu verzichten. Bei tiefen Perspektiven will ich die Kamera deutlich unterhalb der Augenhöhe halten. Bei der RX1R II war das problemlos möglich. Bei der Mark III muss ich dagegen oft auf gut Glück fotografieren. Das Problem: Bei hellem Tageslicht ist das Display bei dieser positionierung von unten kaum vernünftig abzulesen. Gerade wenn die Kamera sehr tief gehalten wird, bleibt damit häufig nur der Blindflug. Das ist nicht nur unkomfortabel, sondern kann bei einer einmaligen Situation schlicht bedeuten, dass der entscheidende Moment nicht so im Bild landet, wie man ihn geplant hat.
Das 35-mm-Objektiv ist hervorragend, aber nicht frei von optischen Kompromissen. Ich mag den Look der Bilder, gerade bei Offenblende zaubert die Kamera einen derart wunderschönen Schärfeverlauf, das mir das immer wieder ein lächeln ins Gesicht zaubert. Aber insbesondere in kontrastreichen Gegenlichtsituationen fallen chromatische Aberrationen deutlich stärker auf als ich es von meinen Sony-GM-Objektiven gewohnt bin. Das lässt sich in der Nachbearbeitung meist gut korrigieren, ist aber schon erwähnenswert.
Bildstabilisator wegen sehr hoher Auflösung.
Bei einem hochauflösenden Sensor mit 61 Megapixeln wird Verwacklung schlicht schneller sichtbar. Gerade weil die Kamera keinen optischen Bildstabilisator besitzt, habe ich mir angewöhnt, etwas kürzer zu belichten als bei meinen anderen Kameras. Als Faustregel würde ich ungefähr eine Blendenstufe beziehungsweise eine Verdoppelung der Verschlusszeit einplanen. Wo ich normalerweise mit 1/250 Sekunde fotografieren würde, gehe ich mit der RX1R III lieber auf 1/500. In hektischen Situationen oder bei sehr hoher Auflösung auch mal auf 1/1000 Sekunde. Das kostet natürlich Licht und kann bei schlechten Lichtverhältnissen schnell zu höheren ISO-Werten führen. Für mich ist das im Alltag kein großes Problem, man sollte es aber wissen, bevor man sich auf die Kamera verlässt.
Positives
Bei aller Kritik: Die RX1R III hat gegenüber der Mark II in einigen Bereichen einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Und manches davon merkt man bereits nach wenigen Minuten.
Der 61-Megapixel Sensor liefert einen beeindruckenden Dynamikumfang. Schon die Mark II war in dieser Hinsicht sehr gut, aber die Mark III legt meiner Meinung nach noch einmal eine Schippe drauf. Gerade bei der Nachbearbeitung zeigt sich, wie viel Reserven in den RAW-Dateien stecken. Lichter lassen sich erstaunlich weit zurückholen und auch aus tiefen Schatten kann man noch sehr viel herausholen, ohne dass die Farben auseinanderfallen oder störendes Farbrauschen entsteht. Das ist für mich gerade bei Reportageaufnahmen ein großer Vorteil. Nicht jede Situation lässt sich perfekt belichten, manchmal muss es einfach schnell gehen. Wenn ich dann in Lightroom an den Tiefen oder Lichtern drehen muss, habe ich bei den RAW-Dateien der RX1R III sehr viel Spielraum.
Der Autofokus: der größte Sprung
Die wahrscheinlich größte Verbesserung gegenüber der RX1R II ist für mich allerdings der Autofokus. Ich würde ihn inzwischen mindestens auf dem Niveau meiner hervorragenden Sony A7C II und A7 IV einordnen. Die Motiverkennung funktioniert im Alltag tadellos und auch das Tracking arbeitet sehr zuverlässig. Gerade bei Street, Reportage und Hochzeiten ist das ein enormer Fortschritt gegenüber der Mark II. Die Kamera erkennt Personen zuverlässig, hält sie im Fokus und lässt mich dadurch wesentlich entspannter fotografieren. Ich muss deutlich weniger darüber nachdenken, ob die Kamera gerade das richtige Motiv erfasst hat. Allerdings gibt es auch hier eine Grenze. Bei sehr schnell auf die Kamera zulaufenden Personen oder Tieren kommt das Tracking nicht ganz so zuverlässig hinterher wie bei meinen Sony-Kameras mit Wechselobjektiven. Das ist mir insbesondere bei Versuchen in der Tier- und Sportfotografie aufgefallen. Grundsätzlich kann man die RX1R III natürlich auch dafür einsetzen. Aber eben nicht in jeder Situation sinnvoll. Ich vermute, dass hier unter anderem der eher gemächliche Autofokusmotor des fest verbauten Objektivs eine Rolle spielt. Bei Motiven, die sich mit hoher Geschwindigkeit direkt auf die Kamera zubewegen, merkt man irgendwann, dass eine moderne Systemkamera mit einem schnellen Teleobjektiv dafür das geeignetere Werkzeug ist. Für meine eigentliche Verwendung für Street, Reportage, Porträts und Hochzeiten spielt diese Einschränkung dagegen keine Rolle.
Endlich schnell
Was mich bei der Mark II immer wieder genervt hat, war die teilweise zähe Bedienung. Bilder durchblättern, hineinzoomen oder einfach zwischen den Aufnahmen wechseln alles fühlte sich ein wenig so an, als würde die Kamera noch darüber nachdenken, was ich gerade von ihr möchte. Das ist bei der Mark III Geschichte.Die Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera ist ein riesiger Unterschied zur Vorgängerin. Bilder lassen sich praktisch ohne Verzögerung durchblättern und auch beim Hineinzoomen reagiert die Kamera sofort. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber das gesamte Gefühl bei der Arbeit mit der Kamera. Gerade nach einer Reportage, wenn ich schnell kontrollieren möchte, ob eine Aufnahme sitzt, merke ich diesen Unterschied sehr deutlich. Die RX1R III fühlt sich dadurch nicht mehr wie eine technisch etwas in die Jahre gekommene Spezialkamera an.
Zentralverschluss und 1/16000 Sekunde
Ein weiteres Highlight ist für mich der Zentralverschluss des Objektivs. den ja die vorgänger-Kameras auch hatten. Gerade beim Blitzen ist das ein echter Segen. Die Möglichkeit, mit sehr kurzen Verschlusszeiten zu arbeiten, ohne dabei auf die klassischen Grenzen eines Schlitzverschlusses achten zu müssen, eröffnet Möglichkeiten, die ich bei den Vorgängern schmerzlich vermisst habe.
Dazu kommt der elektronische Verschluss: Dadurch kann ich auch bei hellem Tageslicht mit Offenblende fotografieren, ohne sofort einen Graufilter einsetzen zu müssen. F2 bei Sonnenschein ist damit problemlos möglich. Gerade für Porträts ist das ein großer Vorteil. Ich kann die geringe Schärfentiefe des 35mm F2 Objektivs auch dann nutzen, wenn draußen eigentlich viel zu viel Licht vorhanden ist.
Fazit
Sie ist immer noch diese kleine, unauffällige Kamera mit dem hervorragenden 35mm F2 Objektiv, die man problemlos den ganzen Tag mitnehmen kann. Im Vollformat-Bereich gibt es keine kompaktere alternative zu dieser Kamera. Die Leica Q-Serie ist deutlich schwerer, weniger griffig und auch sichtbar größer, nicht nur im direkten Vergleich. Der Autofokus ist auf dem Niveau der aktuellen Sony-Systemkameras, die Objekterkennung funktioniert hervorragend und auch die Geschwindigkeit der gesamten Kamera lässt keine Wünsche offen. Die Bildqualität die man aus diesem kleinen Kasten bekommt, ist schon wirklich beeindruckend. Dieses Gesamtpaket aus Kompaktheit, treffsicherem Autofokus und Bildqualität bekommt man nirgendwo anders. Und das sind dann eben immer noch die Stärken der Kamera, die sie deutlich von der Konkurrenz abheben. Besonders beeindruckt mich, wie zuverlässig die Kamera inzwischen arbeitet. Sie ist eben nicht nur eine besondere kleine Kamera für Streetphotography oder Reisen, sondern ein ernstzunehmendes professionelles Werkzeug.
Trotzdem ist sie nicht perfekt. Das fehlende Klappdisplay hat mich immer wieder geärgert und der fehlende Bildstabilisator verlangt bei der hohen Auflösung etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Verschlusszeit. Und dann ist da natürlich der Preis.
Die RX1R III ist keine Kamera, die man kauft, weil sie besonders viel Kamera fürs Geld bietet. Sie ist eine Kamera für jemanden, der genau dieses Konzept möchte: Vollformat, 61 Megapixel, ein hervorragendes 35mm F2 Objektiv und ein extrem kompaktes Gehäuse, ohne Objektivwechsel und ohne kiloschweren Rucksack.
Für mich ist genau diese Kombination nach wie vor etwas Besonderes. Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis nach mehreren Wochen mit der Kamera: Sie begeistert mich, weil sie mir einfach spaß macht, und mich dazu bringt, sie überall hin mitzunehmen.
Aus dem Archiv: Meine Erfahrungen mit der Sony RX1-Serie
Sony RX1R / RX1R II Langzeitreview
Auch ich habe über viele Jahre die Sony RX1, RX1R und RX1R II verwendet und meine Erfahrungen in diesem ausführlichen Langzeitreview zusammengefasst.
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Eröffnungsspektakel Kunstfest 2018
Eine Reportage aus meiner Zeit mit der Sony RX1R II – kompakt, unauffällig und mit hervorragender Bildqualität.
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