Streetwalk 15

Auf meinem letzten Streifzug durch die Straßen habe ich mich auf das Wesentliche konzentriert: Linien, Licht und Schatten. Diese Elemente prägen die Eindrücke, die ich in dieser Streetphotography-Serie einfangen wollte.

Eine Straßenunterführung im Gegenlicht. In dieser Gegend war ich bisher noch nie. Ich neige dazu immer wieder die gleichen Orte aufzusuchen. Das wollte ich diesmal ändern.


Die Tiefstehende Sonne sollte mir an diesem Sonntag noch öfter helfen, lange Schatten am Boden abzulichten. Es sind Momente der flüchtigen Schönheit, in denen sich der Schatten mit dem natürlichen Licht vereint, um kleine Geschichten zu erzählen.


Auf den Straßen verbergen sich oft unscheinbare Pools aus Regenwasser, die nach einem Schauer entstehen. Doch diese scheinbar gewöhnlichen Pfützen werden zu kleinen Spiegeln, die eine eigene Welt der Reflexionen offenbaren. Das eröffnet einen anderen Blick auf die Umgebung.


Bei diesem Bild dominieren die Gleise, die durch die Gegenlichtsituation gleißend hell erstrahlen. Dieses Bild musste ich 2 EV unterbelichten. Durch die Telewirkung des 135mm Objektives werden die Linien zusätzlich verdichtet.


Ich mag es, mir Symbole oder Texte von Reklamen oder Schaufenstern zu suchen, und auf Personen zu warten die in der Spiegelung einen Kontext ergeben. Die reflektierten Texte werden zu einem Teil einer Erzählung, die sich in dem Zusammentreffen von Schrift und Menschen ergeben kann. Es ist, als ob die Stadt selbst mir kleine, flüchtige Geschichten offenbart, die nur in diesem besonderen Moment und an diesem bestimmten Ort existieren.






Die Bilder sind diesmal mit der Sony A9 entstanden. Objektive waren:

  • 135F1.8 GM

  • 40F2.5 G